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FIEBERBLASEN

 

APOTHEKER-TIPP von Dr. Gerhard Kobinger

Bei Fieberblasen geht es nicht darum, wen man geküsst oder
aus welchem Glas man getrunken hat. Sie entstehen vielmehr durch eine Infektion
mit Herpes-Viren. Die Erstinfektion erfolgt meist im Kindesalter, über 90


Prozent der Erwachsenen tragen den Erreger in sich. Die Viren ziehen sich in
Nervenzellen zurück und werden immer wieder aktiviert: bei Stress, Kummer,
Schlafmangel oder starker UV-Bestrahlung. Auch wenn das Immunsystem mit einem
fieberhaften Infekt beschäftigt ist, wandern die Herpes-Viren in die oberen
Hautzellen, daher die Bezeichnung Fieberblase.

Die Erreger vermehren sich dort und bilden nach einer Phase mit
Kribbeln und Jucken die lästigen Bläschen. In dieser Zeit ist man hoch
ansteckend und sollte auf jeden Fall eine Übertragung der Erreger auf Augen,
Nase oder Genitalien vermeiden, da daraus langwierige Folgeerkrankungen
entstehen können. In der Behandlung finden neben strikter Hygiene verschiedene
Arzneistoffe in Cremeform Verwendung. Aciclovir und Penciclovir bremsen die
Vermehrung der Viren in den oberen Hautzellen. Die Creme sollte fünfmal täglich
aufgetragen werden. Salben mit Melissenextrakt oder dem Wirkstoff Docosanol
verhindern das Eindringen der Erreger in die Hautzellen, sind gut zur Vorbeugung
und zum Abheilen geeignet.

Daneben gibt es noch
Salben und Gele mit austrocknender Wirkung. Wichtig ist die möglichst
frühzeitige Anwendung dieser Salben. Am besten, Sie tragen sie beim ersten
Kribbeln auf, so lässt sich manche Fieberblase verhindern oder klein halten.
Salben mit hohem Fettanteil sind zu vermeiden, weil sie zusätzlich reizen. Gegen
oft wiederkehrende Fieberblasen hilft eine Stärkung der körpereigenen
Abwehrkräfte, beispielsweise durch Präparate mit Zink, Selen oder
Sonnenhutextrakt.

Fieberblasen Apotheker-Tipp in der Kleinen Zeitung vom 13. Juli 2013

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